Ein ideales Sprungbrett in die globale Welt


Publié initialement le vendredi 01 dcembre 2017
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Praxis, Vielfalt, Weltoffenheit und Unternehmergeist: All dies trifft am Deutsch-Französischen Hochschulinstitut für Technik und Wirtschaft (DFHI) zusammen. Die seit rund 40 Jahren bestehende Kooperation der Universität Lorraine und der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes ist ein einzigartiges Sprungbrett für einen erfolgreichen Start ins Berufsleben. Dies zeigt der Werdegang der fast 3 000 Absolventinnen und Absolventen mit internationalen Karrieren.


© DFHI/ISFATES

"Unsere Absolventinnen und Absolventen sind in der Lage, Brücken zu bauen, weil sie für kulturelle Unterschiede sensibilisiert sind", sagt Prof. Dr. Thomas Bousonville, Direktor des DFHI auf deutscher Seite. Interkulturelle Projekte scheiterten oft an einem mangelnden Verständnis der anderen Kultur. Eine Besonderheit des Deutsch-Französischen Hochschulinstituts für Technik und Wirtschaft sei daher die in das Fachstudium integrierte interkulturelle und sprachliche Ausbildung.

Am DFHI erleben die Studierenden ein internationales Umfeld, in dem sie sich persönlich und fachlich weiterentwickeln können. Durch das Studium in gemischt-nationalen Gruppen werden sie auf ein internationales Arbeitsumfeld vorbereitet. Neben der Anwendung der Fremdsprache im Studium vertiefen sie ihre Sprachkenntnisse zusätzlich während eines Praktikums im Ausland. Die Studiengänge sind besonders praxisorientiert – ein Aspekt, der nicht nur von den Studierenden, sondern auch auf dem Arbeitsmarkt sehr geschätzt wird.

Das Studienangebot des Instituts umfasst sieben Bachelor- und fünf Masterstudiengänge in den Bereichen Management sowie Ingenieurwesen und Informatik. Im Bereich Management bietet das DFHI die Fächer "Deutsch-französisches und internationales Management", "Internationales Logistik-Management" und "Internationales Tourismus-Management" an. Zum Feld Ingenieurwesen und Informatik zählen die Studiengänge "Elektrotechnik – Erneuerbare Energien und Systemtechnik", "Maschinenbau", "Europäisches Baumanagement" sowie "Informatik und Web-Engineering".

Jeweils etwa die Hälfte ihres Studiums verbringen die Studierenden im Heimat- beziehungsweise Partnerland oder in einem Drittland. Der Studiengang "Europäisches Baumanagement" ermöglicht es zudem, einen zusätzlichen Teil des Studiums in Luxemburg zu verbringen.

Von der Planung zum fertigen Gebäude


Wer erstellt ein Bauwerk? Wer führt die Planungsaufgaben aus? Wer sorgt dafür, dass das Bauwerk später auch funktioniert? Mit diesen Fragen beschäftigen sich die Studierenden im Fach "Europäisches Baumanagement". "Bei diesem Studiengang wird das zweite Studienjahr an der Universität Luxemburg absolviert", erklärt Prof. Dr. Bousonville. "So haben die Studierenden am Ende jeweils ein Jahr in Frankreich, in Luxemburg und in Deutschland verbracht sowie ein Praxissemester im Ausland gemacht und erhalten am Ende die Abschlüsse dreier Hochschulen." Dies sei zwar mit vielen Umzügen  verbunden, der Vorteil sei jedoch, dass das persönliche Umfeld, also der komplette Jahrgang, immer mit umziehe.

Ein besonderer Aspekt dieses Fachs ist die Integration von Zukunftsthemen wie digitale Bauwerke, virtuelle Realitäten und Energie in den Studienplan. Themen, die im digitalen Zeitalter immer wichtiger werden. Der Studiengang schließt mit einem berufsqualifizierenden Bachelorabschluss ab. Danach ist es entweder möglich, eine berufliche Tätigkeit als Ingenieurin/Ingenieur zu verfolgen oder seine Fachkenntnisse im Masterstudiengang "Europäisches Baumanagement" zu vertiefen.

Elektrotechnik – vielfältige Einsatzbereiche und zukunftsorientierte "Spannung"

 
Von Forschung und Entwicklung über Qualitätsmanagement bis hin zur Produktion – Ingenieure der Elektro- und Informationstechnik werden heute in den verschiedensten Bereichen gesucht. In den kommenden Jahren wird die Stromerzeugung über erneuerbare Energien eine immer wichtigere Rolle einnehmen. Im Fach "Elektrotechnik – Erneuerbare Energien und Systemtechnik" lernen die Studierenden daher spezielle Zusammenhänge elektrischer Energieversorgungsnetze, die verstärkt von der Stromerzeugung über erneuerbare Energien geprägt sind. Ein weiterer wichtiger Studieninhalt ist die Vernetzung von Maschinen, Anlagen und Produktionsprozessen.

"Elektrotechnik  – Erneuerbare Energien und Systemtechnik" bietet das DFHI sowohl als Bachelor- als auch als Masterstudiengang an. Während des Bachelorstudiums verbringen die Studierenden das erste Jahr in Metz und das zweite in Saarbrücken. Im dritten Jahr können sie zusätzlich ein Semester im Ausland studieren. "Wir haben mehr als 25 Kooperationen, die es unseren Studierenden ermöglichen, ein Semester in einem Drittland zu absolvieren", erklärt Gabriel Michel, Leiter des DFHI auf französischer Seite. Zu diesen Kooperationen zählt zum Beispiel die Chalmers University of Technology in Schweden, eine international renommierte Hochschule zur Ausbildung von Ingenieuren. Auf der Masterstufe arbeitet das Institut auch mit der École Polytechnique de Montréal zusammen, einer bekannten Ingenieursschmiede in Nordamerika.

"Wir reagieren natürlich auf die Globalisierung, die uns dazu zwingt, über den deutsch-französischen Kontext hinauszudenken", sagt Thomas Bousonville. Daher bietet das DFHI außerdem die Möglichkeit, einen sogenannten "Chinese Track" zu belegen. Dieser richtet sich insbesondere an Studierende, die bereits aus einem deutsch-französischen Elternhaus kommen. Anstatt der Partnersprache lernen sie während des gesamten Studiums Chinesisch, mit der Option am Ende des Studiums, auch eine praktische Erfahrung in diesem aufstrebenden Teil der Welt zu sammeln.

Auf diesen Praxisbezug wird am DFHI besonderer Wert gelegt. Im Bachelor sowie im Master leisten die Studierenden ein Praktikum im Ausland. Einige schreiben auch ihre Abschlussarbeit direkt in einem Unternehmen. Ermöglicht wird dies durch die vielfältigen Kooperationen des DFHI mit Unternehmen wie Michelin, Smart oder der Saarländischen Landesbank. "Mindestens die Hälfte unserer Studierenden finden eine Anstellung in dem Unternehmen, in dem sie während des Bachelors oder Masters ihr Praktikum absolviert haben", berichtet Gabriel Michel. In den kommenden Jahren plane das DFHI nicht nur, seine Kooperationen mit Hochschulen in anderen Ländern, sondern auch mit Unternehmen auszubauen, um seinen Studierenden ein noch globaleres und praxisorientierteres Studium anbieten zu können.
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