Christina Heuschen

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kultur,

 

Berlin

Filmfestival

achtung berlin


Von Berlin in die Welt und zurück


mardi 25 avril 2017
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Blockbuster aus Berlin kennen viele. Doch wie sieht es mit den jungen Spielfilmen, den Independent- oder den Dokumentarfilmen aus? Wer das junge Berliner Kino kennenlernen möchte, sollte beim Filmfestival "achtung berlin" vorbeischauen.


© Weydemann Bros

Von der Regie über den Drehort bis hin zum Produktionsort: Berlin steht beim Festival "achtung berlin - new berlin film award" im Mittelpunkt. Noch bis zum 26. April 2017 zeigt das Festival rund 80 Spiel- und Dokumentarfilme, mittellange Filme und Kurzfilme, die in Berlin und Umgebung gedreht oder produziert wurden.

Neu ist in diesem Jahr, dass das Filmfestival ein internationales Publikum gewinnen möchte. Denn von Filmen in der Originalsprache, über englische Untertitel bis zu Handlungsorten in Japan, Argentinien oder Sibirien sind die gezeigten Filme nicht nur von Berlin geprägt. "Wir haben überhaupt versucht, das Festival sehr viel stärker zu internationalisieren", sagt Festivalleiter Hajo Schäfer. Daher sind im Programm auch Filme, die einen Bezug zu Frankreich oder zur französischen Sprache haben.

So wurden vor allem einige Kurzfilme auf Französisch gedreht. Im Kurzfilm Vers L'Océan (2016) von Sara Summa verbindet Vater Sergio und Tochter Olivia eine besondere Beziehung. Noch lebt die 19-jährige zu Hause, doch irgendwann muss ihr Vater sie gehen lassen. Der Kurzfilm Le Rocher de Narayama (2016) von Reza Serkanian erzählt dagegen die Geschichte von Henry, der das Theater liebt. Als seine Schauspielkarriere endet, beginnt sein Gedächtnis zu schwinden.

In der deutschen Dokumentation Er sie ich (2017) interviewt Carlotta Kittel ihre Eltern, deren Beziehung längst vorbei ist, getrennt voneinander. 1986 lernten sich Angela und Christian in Berlin kennen. Als Angela schwanger wurde und sich für das Kind entschied, brach der Kontakt zu Christian ab. 25 Jahre später spielt die Regisseurin ihnen die Interviewaufnahmen des jeweils anderen vor. Dabei entsteht eine Eigendynamik zwischen den Eltern, ohne dass sie sich tatsächlich begegenen.

Thorsteb Trimpop dokumentiert in seinem Film Furosato (2016), wie Menschen nach der Katastrophe von Fukushima hoffnungsvoll in ihre Heimat zurückkehren. In großformatigen Landschaftsbildern zeigt der Film die Liebe der Japaner zu ihrer Heimat.

Im Gegensatz zu Furosato können in einigen Filmen des Festivals die Protagonisten nicht in ihre Heimat zurückkehren. Und so bildet das Thema Flucht auch einen Schwerpunkt des Festivals. In Club Europa (2017) von Franziska M. Hoenisch leben vier junge Menschen zusammen in einer WG in Kreuzberg. Martha kommt aus Frankreich, Yasmin aus Deutschland, Jamie aus den USA und Sam aus Kamerun. Doch im Gegensatz zu den anderen ist Sam nach Deutschland gekommen, weil er aus seinem Land fliehen musste. Am Ende stehen die Bewohner vor der Frage, wieweit sie gehen wollen.

Auch Jakob Preuss steht in seinem Film Als Paul über das Meer kam (2017) vor einer ähnlichen Frage. Im Film dokumentiert er seine Begegnung mit Paul, der von Marokko über das Meer nach Europa flüchten will. Paul überlebt die Überfahrt mit dem Schlauchboot, aber die Hälfte seiner Mitreisenden stirbt. Irgendwann trifft Jakob ihn in einer spanischen Flüchtlingsunterkunft wieder. Als Paul beschließt, weiter nach Deutschland zu reisen, muss Jakob sich entscheiden: Wird er dem geflohenen Paul auf der Suche nach einem besseren Leben aktiv unterstützen oder bleibt er der beobachtende Filmemacher?

Im Spielfilm Mikel (2017) von Cavo Kernich ist der Protagonist bereits in Deutschland angekommen. In Berlin arbeitet Mikel in der Hoffnung auf ein selbstbestimmtes Leben für eine Renovierungsfirma. Irgendwann kann er die ausbeutende Arbeitsbeziehung nicht mehr mit seinem Selbstwertgefühl vereinbaren und macht sich auf die Suche nach einer Alternative. Sein einziges Ziel dabei ist, seine Würde zurück zu erlangen.

Wer mehr über das Programm von "achtung berlin - new berlin film award" und die teilnehmenden Kinos erfahren möchte, findet weitere Informationen auf der Festivalseite: https://achtungberlin.de/. 
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